Studium

Wirtschaftsingenieurwesen

Mit dem Bachelorstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen und dem darauf aufbauenden Masterstudiengang trägt die Universität den Anforderungen insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen Rechnung, die sowohl solide betriebswirtschaftliche Kenntnisse für im technischen Bereich eingesetzte Absolventen als auch ein entsprechendes technisches Grundwissen für im ökonomischen Bereich tätige Absolventen fordern. Gerade in solchen Unternehmen ist der Einsatz hochspezialisierter Techniker im Produktionsprozess und ebenso spezialisierter Kaufleute in der Unternehmensführung oft nicht wirtschaftlich, vielmehr ist es erforderlich, dass Entscheidungsträger die Konsequenzen ihrer Entscheidungen sowohl im wirtschaftlichen als auch im technischen Bereich adäquat abschätzen können.

Der Bachelorstudiengang greift die Kernelemente des Diplomstudiums Wirtschaftsingenieurwesen auf und bringt sie in eine neue Form. Er bietet eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung in den Wirtschaftswissenschaften, den Ingenieurwissenschaften sowie dem interdisziplinären Feld des Wirtschaftsingenieurwesens. Dies kann der Beginn eines weiterführenden wissenschaftlichen und/oder eines auf gehobene Funktionen in Unternehmen gerichteten Bildungs- und Berufswegs sein. Aber auch der direkte Einstieg in untere und mittlere Führungspositionen wird durch die Ausbildung in einem bestimmten interdisziplinären Berufsfeld, die Wahlmöglichkeit spezifischer ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlicher Fächer, die Sprachausbildung und die Vermittlung sozialer Kompetenzen ermöglicht.

Eine ausgewogene Ausbildung in Wirtschaftswissenschaften einerseits und Ingenieurwissenschaften andererseits dient der Realisierung dieser Anforderungen ebenso wie die Vermittlung von Kenntnissen auf den Gebieten Mathematik, Operations Research und Wirtschafts- und Produktionsinformatik, die den Wirtschaftsingenieur befähigen, wirtschaftlich-technische Fragestellungen unter Heranziehung quantitativer Methoden mit Hilfe moderner Software zu lösen.

Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens sollen in die Lage versetzt werden,

  • komplexe betriebswirtschaftliche und damit verbundene technische Entscheidungen zu analysieren und Wege zu tragfähigen Lösungen aufzuzeigen,
  • die Interdependenzen zwischen betriebswirtschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Entscheidungen, Personen und Organisationen bei der theoretischen Analyse zu erkennen und bei der praktischen Lösung zu berücksichtigen,
  • speziell ingenieurwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Probleme und Lösungsansätze auf andere Bereiche zu übertragen,
  • den Beitrag des Wirtschaftsingenieurwesens bei interdisziplinären Aufgaben- und Problemstellungen treffsicher einzuschätzen und umzusetzen,
  • die wirtschaftsingenieurwissenschaftlichen Konsequenzen von Veränderungen im marktlichen, technologischen, wirtschaftspolitischen, juristischen und gesellschaftlichen Umfeld zu erkennen, darzustellen und zu beurteilen.

Voraussetzung: in der Regel allgemeine Hochschulreife
Regelstudienzeit: 6 Semester
Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
Studienbeginn: i.d.R. Wintersemester

Für Wirtschaftsingenieure mit dem Abschluss Bachelor bietet sich neben dem Einstieg in ein Masterstudium ein Tätigkeitsfeld in Schnittstellenbereichen zwischen Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften. Über besondere Kompetenzen verfügen sie im gewählten Berufsfeld. Mögliche Einsatzgebiete sind untere bis mittlere Führungspositionen in kleineren und mittleren Unternehmen bis hin zu Großunternehmen im industriellen und Dienstleistungssektor. Sie haben darüber hinaus Chancen auf eine Anstellung im Bereich des Handels, in Banken, in Beratungsunternehmen und im öffentlichen Dienst.
Einsatzbereiche sind zum Beispiel:

  • in Forschungs-, Entwicklungs- und Konstruktionsbereichen von Unternehmen
  • im Technischen Vertrieb auf Grundlage von Kenntnissen über Produkte und ihr Marketing
  • in der Materialplanung und -beschaffung, Produktionswirtschaft und Logistik
  • in der Arbeitsgestaltung,
  • im Projektmanagement im Rahmen von Produkt- oder Unternehmensentwicklungen oder Verwaltungsrestrukturierungen
  • im Kostenmanagement und -controlling

Quelle: TU Chemnitz